Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 11. Juni 2026
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für sämtliche Verträge zwischen der metisOne UG (haftungsbeschränkt), Leibniz-Campus 9, 89520 Heidenheim an der Brenz (nachfolgend „metisCode“, „wir“ oder „Anbieter“), und ihren Kundinnen und Kunden (nachfolgend „Kunde“) über Leistungen im Bereich Software- und Webentwicklung, App-Entwicklung, Suchmaschinen- und KI-Optimierung (SEO/GEO) sowie Managed Hosting.
1. Geltungsbereich
(1) Diese AGB gelten für alle Angebote, Verträge und Leistungen des Anbieters in der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Fassung.
(2) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(3) Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
2. Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website sowie in Preisübersichten stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Anfrage dar.
(2) Auf Grundlage einer Anfrage erstellt der Anbieter ein individuelles Angebot. Dieses Angebot ist – sofern nicht anders angegeben – 30 Tage ab Datum gültig. Der Vertrag kommt durch die Annahme des Angebots durch den Kunden (in Textform, z. B. per E-Mail) oder durch eine schriftliche Auftragsbestätigung des Anbieters zustande.
(3) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform.
3. Leistungsumfang
(1) Art und Umfang der zu erbringenden Leistungen ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot, der Leistungsbeschreibung bzw. dem Lasten-/Pflichtenheft. Soweit nichts anderes vereinbart ist, schuldet der Anbieter die Erbringung der Leistungen nach den anerkannten Regeln der Technik.
(2) Bei Entwicklungsleistungen (Individualsoftware, Web-Apps, Websites, Apps) handelt es sich grundsätzlich um Werkleistungen (§§ 631 ff. BGB), die mit der Abnahme eines vereinbarten Ergebnisses geschuldet werden.
(3) Bei laufenden Leistungen (Managed Hosting, SEO/GEO-Betreuung, Wartung) handelt es sich um Dauerschuldverhältnisse in Form von Dienst- bzw. Werkdienstverträgen. SEO/GEO-Leistungen sind erfolgsorientiert, jedoch wird kein bestimmtes Ranking oder eine bestimmte Platzierung in Suchmaschinen oder KI-Antwortsystemen geschuldet, da diese von Faktoren außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters abhängen.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, zur Leistungserbringung sorgfältig ausgewählte Subunternehmer und Dritte (z. B. Rechenzentren, Hosting-Provider) einzusetzen.
4. Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Kunde stellt dem Anbieter alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Inhalte, Texte, Bilder, Zugangsdaten und Materialien rechtzeitig, vollständig und in geeigneter Form zur Verfügung.
(2) Der Kunde versichert, dass er an sämtlichen von ihm bereitgestellten Inhalten über die erforderlichen Rechte verfügt und deren Nutzung keine Rechte Dritter (insbesondere Urheber-, Marken- oder Persönlichkeitsrechte) verletzt. Der Kunde stellt den Anbieter insoweit von Ansprüchen Dritter frei.
(3) Verzögerungen, die auf nicht rechtzeitige oder unzureichende Mitwirkung des Kunden zurückzuführen sind, verlängern vereinbarte Fristen angemessen und gehen nicht zulasten des Anbieters.
5. Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Es gelten die im Angebot genannten Preise. Alle Preise verstehen sich – sofern nicht ausdrücklich anders angegeben – netto zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Website- und Entwicklungspreise werden, soweit nicht anders vereinbart, als Festpreis oder nach Aufwand zu den vereinbarten Stundensätzen abgerechnet. Bei größeren Projekten ist der Anbieter berechtigt, angemessene Abschlagszahlungen bzw. eine Anzahlung zu verlangen.
(3) Laufende Leistungen (Hosting, SEO/GEO, Wartung) werden je nach Vereinbarung monatlich oder jährlich im Voraus berechnet. Bei jährlicher Vorauszahlung können Vergünstigungen gewährt werden.
(4) Rechnungen sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Kommt der Kunde in Zahlungsverzug, gelten die gesetzlichen Verzugsregelungen. Der Anbieter ist nach erfolgloser Mahnung berechtigt, laufende Leistungen (z. B. Hosting) vorübergehend auszusetzen.
(5) Projektbezogene Entwicklung, die über ein im Paket enthaltenes Stundenkontingent hinausgeht, wird transparent zu den vereinbarten Stundensätzen abgerechnet.
6. Liefer- und Leistungszeiten
(1) Termine und Fristen sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich als verbindlich vereinbart wurden. Angegebene Zeiträume (z. B. „2–8 Wochen“) sind grundsätzlich unverbindliche Richtwerte.
(2) Ereignisse höherer Gewalt sowie Umstände, die der Anbieter nicht zu vertreten hat (z. B. Ausfälle von Vorleistern), verlängern Fristen entsprechend.
7. Abnahme
(1) Bei Werkleistungen ist der Kunde zur Abnahme des vertragsgemäß erstellten Werks verpflichtet. Der Anbieter zeigt die Fertigstellung an; der Kunde prüft das Werk innerhalb von 14 Tagen.
(2) Das Werk gilt als abgenommen, wenn der Kunde die Abnahme nicht innerhalb der Frist unter Angabe mindestens eines Mangels verweigert oder wenn er das Werk produktiv einsetzt. Unerhebliche Mängel berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme.
8. Nutzungsrechte und Quellcode
(1) Soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart, überträgt der Anbieter dem Kunden mit vollständiger Bezahlung der vereinbarten Vergütung die zur vertragsgemäßen Nutzung erforderlichen, einfachen, zeitlich und räumlich unbeschränkten Nutzungsrechte an den eigens für den Kunden erstellten Arbeitsergebnissen.
(2) Auf Wunsch und gegen vollständige Bezahlung erhält der Kunde den individuell für ihn erstellten Quellcode. Es besteht kein Vendor-Lock-in.
(3) An vorbestehenden Komponenten, Bibliotheken, Frameworks und Open-Source-Bestandteilen bestehen die jeweiligen (Lizenz-)Rechte der Rechteinhaber fort. Der Anbieter behält das Recht, das erworbene allgemeine Know-how sowie nicht kundenspezifische Bausteine weiter zu verwenden.
9. Laufzeit und Kündigung laufender Leistungen
(1) Verträge über laufende Leistungen (Hosting, SEO/GEO, Wartung) haben die im Angebot vereinbarte Laufzeit. Ohne abweichende Vereinbarung läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende gekündigt werden. Monatlich abgerechnete Leistungen sind monatlich kündbar.
(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(3) Kündigungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail). Nach Beendigung des Hosting-Vertrags stellt der Anbieter dem Kunden auf Wunsch und gegen angemessenen Aufwand einen Datenexport zur Verfügung.
10. Gewährleistung
(1) Bei Werkleistungen gelten die gesetzlichen Mängelrechte mit der Maßgabe, dass der Anbieter zunächst zur Nacherfüllung berechtigt ist. Schlägt die Nacherfüllung fehl, kann der Kunde nach den gesetzlichen Vorschriften mindern oder – bei erheblichen Mängeln – zurücktreten.
(2) Gegenüber Unternehmern beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche 12 Monate ab Abnahme, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften (z. B. bei Vorsatz oder arglistig verschwiegenen Mängeln) eine längere Frist vorsehen. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen.
(3) Keine Gewährleistung besteht für Fehler, die auf vom Kunden vorgenommene Änderungen, unsachgemäße Nutzung, fehlerhafte Eingaben oder Eingriffe Dritter zurückzuführen sind.
11. Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
(4) Der Anbieter schuldet eine Verfügbarkeit des Hostings von 99,9 % im Jahresmittel; hiervon ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster sowie Ausfälle aufgrund höherer Gewalt. Der Kunde bleibt für regelmäßige eigene Sicherungen seiner Daten mitverantwortlich.
12. Widerrufsrecht für Verbraucher
Die folgenden Bestimmungen gelten ausschließlich für Verbraucher, die einen Vertrag im Wege des Fernabsatzes oder außerhalb von Geschäftsräumen schließen.
12.1 Grundsätzliches Widerrufsrecht
Verbrauchern steht grundsätzlich ein vierzehntägiges Widerrufsrecht zu. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses. Zur Ausübung des Widerrufs genügt eine eindeutige Erklärung in Textform an die unter „Kontakt“ genannten Daten.
12.2 Vorzeitiges Erlöschen bzw. Ausschluss bei digitalen Dienstleistungen
Bei der Bereitstellung digitaler Inhalte und digitaler Dienstleistungen sowie bei der Erbringung von Dienstleistungen erlischt das Widerrufsrecht bzw. besteht von vornherein nicht, sofern die nachfolgenden Voraussetzungen vorliegen:
(1) Individuell erstellte Software und Werke: Bei Software, Web-Apps, Websites, Apps und sonstigen Leistungen, die nach Kundenspezifikation angefertigt werden oder eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind, besteht gemäß § 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB kein Widerrufsrecht.
(2) Dienstleistungen: Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag zur Erbringung von Dienstleistungen, wenn der Anbieter die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert (§ 356 Abs. 4 BGB).
(3) Digitale Inhalte / digitale Dienstleistungen: Bei Verträgen über die Bereitstellung digitaler Inhalte, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden, erlischt das Widerrufsrecht, wenn der Anbieter mit der Ausführung des Vertrags begonnen hat, nachdem der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass mit der Ausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und der Verbraucher seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung mit Beginn der Ausführung sein Widerrufsrecht verliert (§ 356 Abs. 5 BGB).
Mit der Beauftragung individueller Entwicklungs- bzw. digitaler Dienstleistungen und dem ausdrücklichen Wunsch nach einem vorzeitigen Leistungsbeginn erklärt der Verbraucher seine entsprechende Zustimmung und bestätigt seine Kenntnis vom Erlöschen des Widerrufsrechts.
13. Vertraulichkeit und Datenschutz
(1) Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei nicht an Dritte weiterzugeben und nur für Zwecke des Vertrags zu verwenden.
(2) Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß unserer Datenschutzerklärung. Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, wird ein gesonderter Vertrag zur Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO) geschlossen.
14. Referenznennung
Der Anbieter ist berechtigt, den Kunden nach Projektabschluss in einer Referenzliste (z. B. auf der Website) unter Nennung von Name, Logo und einer kurzen Projektbeschreibung zu benennen, sofern der Kunde dem nicht in Textform widerspricht.
15. Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts des Verbrauchers gewährte Schutz nicht entzogen wird.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis der Geschäftssitz des Anbieters, mithin Heidenheim an der Brenz. Der Anbieter ist zudem berechtigt, am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden zu klagen.
(3) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: ec.europa.eu/consumers/odr. Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle ist der Anbieter nicht verpflichtet und grundsätzlich nicht bereit.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Kontakt
metisOne UG (haftungsbeschränkt)
Leibniz-Campus 9, 89520 Heidenheim an der Brenz
E-Mail: hello@metiscode.com